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Der Hochzeitszug

erstellt am: 14.06.2017 | von: helo

Gedanken zum Bild von Helo:

Der Traum vom Glück
Welcher jungen Frau fällt nicht beim Betrachten dieses Bildes voller Verzückung
der eigene Hochzeitszug mit ihrem „Prinzen“ auf dem Weg ins gemeinsame „Schloss“ ein?

Hochzeitskutschen sind heutzutage zwar wieder im Trend, doch werden überwiegend die nobelsten Automobile aus dem Verwandten- oder Bekanntenkreis ausgewählt. Wenn nicht in gewünschter Dimension vorhanden, muss eben ein Leihwagen her.

Frisch gewaschen, aufpoliert und mit Blümchen und Girlanden geschmückt, wird das Brautpaar vorgefahren. Die singenden und tanzenden „Jungfrauen“ dagegen, die das Brautpaar begleiten, wie auf dem Bild zu sehen, sind heute nicht mehr so einfach aufzutreiben. Und das liegt nicht unbedingt daran, dass sie nicht singen oder tanzen können. Im Übrigen wurde der Gesang der nicht mehr auffindbaren „Jungfrauen“ durch ein permanentes Hupkonzert der „Coches“ (spanisch:Autos) abgelöst.

Vergleichbar zum Bild sind noch die „Verkleidung“ und die Frisuren, speziell für diesen Tag kreiert, auffällig-schrecklich und nie mehr wieder getragen. Die Fahrt endet dann zwar meist vor dem Lieblingsrestaurant, aber immer häufiger werden auch die Angebote der Schlossvermieter in Anspruch genommen. Man(n)/Frau will eben Stand und Würde gerecht werden. Wenn dann nach zwei Jahren der Scheidungsrichter die letzten Worte spricht und nicht mehr der Standesbeamte oder Priester, so bleibt beim Gespräch mit Freunden doch die Erinnerung an eine wunderschöne Hochzeitsfeier, zumal die letzten Raten dafür auch schon abgezahlt sind. Und um eine Erfahrung reicher, wird die nächste Hochzeit „in aller Stille“ vollzogen.

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