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In sichere Hut

erstellt am: 14.06.2017 | von: helo

Gedanken zum Bild von Helo:

Vorurteile trüben den Blick
Dieses Ölgemälde auf Leinwand ist in den Kriegsjahren zwischen 1940 und 1943 entstanden.

Das Motiv, die Mutter umringt von ihren Kindern, wie es dem Idealbild dieser Zeit entsprach.
Der Titel „In sichere Hut“ unterstreicht die Darstellung. Der Vater vielleicht im Krieg.

Ein Werbebild des nationalsozialistischen 3. Reiches ?
Oder doch eine Zeitlose Momentaufnahme von der Mutter mit mit ihren Kindern.
In der Interpretation dieses Bildes gibt es sicher Diskussionsmöglichkeiten.
Die Geschichte dieses Bildes ist jedoch eine andere.

Überliefert von Zeitzeugen. So ist dieses Werk nicht etwa von einem Künstler des damaligen Regimes, es wurde von einem unbekannten russischen Kriesgefangenen gemalt. Als „Auftragsarbeit“ jener Familie ,in die er als „Helfer“, zugewiesen war. Wie das Leben dieses, sicherlich ausgebildeten Malers, in den Tagen und Monaten bei dieser Familie ausgesehen hat und was aus Ihm geworden ist, wissen wir nicht. Vielleicht selbst Vater von Kindern und weit weg von seiner Familie, hat er ein Bild für die nachfolgenden Generationen dieses schrecklichen Krieges geschaffen.

Die Besonderheit dieses Gemäldes ist, dass die Leinwand nicht auf einen Keilrahmen aufgezogen wurde, die frühere Besitzerin, hatte sie zusammengerollt, über 60 Jahre lang auf bewart. Das Gemälde hing während dieser Zeit, noch an keiner Wand. „Jungfräulich“, wie nach der Fertigstellung, wurde es, erstmalig 2012 auf einen Keilrahmen gespannt und mit einem Rahmen versehen. Es macht daher den Eindruck, als sei es „gestern“ entstanden. Dieser Gedanke verbindet den Betrachter durch eine besondere Magie, mit dem Soldaten und Maler, als er seine Pinsel aus der Hand legte.

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